Die Frage kommt immer bei der ersten Besichtigung, und das zu Recht: Wie viel Steuern zahlt man beim Wohnungskauf auf Mallorca? Die kurze Antwort für 2026: zwischen 10 % und 13 % auf den Preis, Steuern und Nebenkosten zusammengenommen. Die lange Antwort folgt.
Bestandsimmobilie: die gestaffelte ITP
Bei Gebrauchtimmobilien fällt die balearische Grunderwerbsteuer (ITP) an, progressiv gestaffelt: 8 % bis 400.000 €, 9 % bis 600.000 €, 10 % bis 1 Mio. €, 12 % bis 2 Mio. € und 13 % darüber. Bemessungsgrundlage ist der Preis oder der katastrale Referenzwert, falls höher — ein Detail, das man vor jeder Unterschrift prüfen sollte. Für bestimmte Fälle (Hauptwohnsitz unter Schwellenwerten, junge Käufer) gibt es reduzierte Sätze, die Ihr Berater im Einzelfall bestätigen muss.
Neubau: IVA + AJD
Beim Kauf direkt vom Bauträger zahlt man statt ITP 10 % IVA plus Stempelsteuer (AJD) — auf den Balearen rund 1,5 %, bei hohen Beträgen erhöht. Im Südosten ist Neubau die Ausnahme, aber die Rechnung ändert sich genug, um sie zu kennen.
Keine Steuer, aber trotzdem fällig
- Notar: üblicherweise 800–2.000 € bei Wohnimmobilien.
- Grundbuchamt: 400–1.000 €.
- Gestoría (Abwicklung und Eintragung): 300–600 €.
- Unabhängiger Anwalt: etwa 1 % — bei internationalen Käufen unverzichtbar.
- Mit Hypothek: Gutachten und Finanzierungskosten.
Rechenbeispiel: Dorfhaus für 850.000 € in Santanyí. Gestaffelte ITP ≈ 75.000 €; Notar, Register, Gestoría und Anwalt ≈ 10.000–14.000 €. Gesamtbudget: rund 940.000 €.
Zwei ehrliche Hinweise zum Schluss: die Sätze ändern sich — dies sind die 2026 geltenden, zuletzt geprüft im September — und die persönliche Situation jedes Käufers verändert das Ergebnis. Die komplette Aufstellung, mit Zahlungskalender und den späteren Jahressteuern, steht in unserem kostenlosen Käufer-Leitfaden.